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BZP-Rundschreiben: Taxiunternehmer in Hamburg erschossen aufgefunden: Kripo geht von Raubmord aus!

Tief betroffen müssen wir Sie noch am Anfang des Jahres von einem Mord an einem Kollegen unterrichten. In Hamburg wurde vergangenen Freitag der 58-jährige Taxiunternehmer Peter Lüchow erschossen aufgefunden.

Auf dem Weg zur Schule hatten Kinder sein Taxi im noblen Hamburger Elbvorort Nienstedten mit laufendem Motor und eingeschalteter Warnblinkanlage am Freitag morgens gegen 8.00 Uhr entdeckt und die Polizei wegen des vermeintlichen Unfalls alarmiert, der Wagen hatte vor einer Schule ein geparktes Auto gerammt. Als eine Passantin die Fahrzeugtür öffnete, sah sie den leblosen Mann auf dem Fahrersitz. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Kollegen feststellen. Der Unternehmer aus Wedel (Kreis Pinneberg) hatte nach ersten Feststellungen eine Einschusswunde im Kopf, das Geschoss hatte die Windschutzscheibe durchschlagen. Da die Geldbörse mit den Tageseinnahmen unberührt in einer Ablage der Fahrertür lag, wurde zunächst an einem Raubmord gezweifelt. Nachdem aber festgestellt wurde, dass die Brieftasche des Opfers mit persönlichen Papieren sowie Bargeld in unbekannter Höhe fehlt, gilt ein solcher wieder als wahrscheinlichstes Motiv.

Es sind mittlerweile über 30 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Die Ermittler haben rekonstruiert, dass Peter Lüchows letzte Fahrt am Donnerstag um 22.07 Uhr vom Taxistand am S-Bahnhof in Blankenese ausging. Nach einer 3,6 Kilometer langen Strecke müsste er gegen 22.15 Uhr am Tatort eingetroffen sein, wo er wohl unmittelbar ermordet wurde. Erst am nächsten Morgen wurde das Verbrechen durch die Schüler entdeckt.

Die Polizei weiß mittlerweile, dass der Täter mehrmals geschossen hat. "Es konnten mehrere Hülsen sichergestellt werden, die zurzeit auf DNA-Spuren untersucht werden", so eine Polizeisprecherin. "Aus polizeitaktischen Gründen machen wir keine Angaben, wie viele Schüsse abgegeben worden sind. Weiterhin konnten in dem Taxi und an der Bekleidung des Opfers umfangreiche Spuren gesichert werden, die gegenwärtig ausgewertet werden."

Der ledige Peter Lüchow lebte unauffällig und eher zurückgezogen, er hinterlässt keine nahen Angehörigen. Der Unternehmer war keiner Funkzentrale angeschlossen und überwiegend im Westen Hamburgs tätig. Sobald wir nähere Informationen haben, werden wir Sie unterrichten.