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BGL-Pressemeldung: Droht ein Verkehrschaos während der Sommerferien am Brenner?

BGL bittet Urlaubsreisende und Pkw-Fahrer um Verständnis für die zusätzliche Straßenbelastung

BGL, Frankfurt am Main, 18.04.2012: Ausgerechnet in den Monaten Juni bis September mit starkem Ferienreiseverkehr wird die Brennerbahnstrecke als eine der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahkorridore wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt. Im Zeitraum vom 06. August bis 10. September ist sogar eine Vollsperrung der Eisenbahnstrecke beschlossene Sache. Für einen längeren Zeitraum wird die Schienentransitachse nur eingleisig zu befahren sein und für den Ausfall zahlreicher Güterzüge sorgen. Davon betroffen sind nicht nur klassische Eisenbahngüterzüge, sondern auch Züge im kombinierten Verkehr Schiene/Straße. Dabei handelt es sich um von der Straße auf die Schiene „umgeleitete" Behälterverkehre: bei der „Rollenden Landstraße" werden sogar komplette Lastzüge auf Spezialwaggons verladen und im Fernverkehr über die Schiene geleitet. Bis heute gibt es keine verlässliche Fahrplanauskunft, welche Schienenverkehrsverbindungen ganz entfallen oder kapazitativen Einschränkungen unterliegen. In jedem Falle werden jedoch Schienenverkehre im größeren Umfang über die Straße abzuwickeln sein. Diese zusätzlichen Verkehre drängen auf eine vom Urlaubsverkehr stark überlastete Infrastruktur und sorgen für eine verschärfte Park- und Rastplatzsituation. Dies dürfte vor allem für Pkw-Gespann-Fahrer problematisch werden, die häufig (unerlaubt) auf Lkw-Parkplätzen eine Pause einlegen.

An die Autofahrer richtet BGL-Präsident Grewer deshalb die Bitte: „Haben Sie Verständnis für die Situation des Fahrpersonals, das nicht aus Spaß oder zum Urlaubsvergnügen unterwegs ist, sondern einen wichtigen Versorgungsauftrag für Wirtschaft und Verbraucher auf beiden Seiten des Alpenhauptkamms zu erledigen hat. Ein Großteil deutscher und italienischer Arbeitsplätze hängt von einem funktionierenden Logistiksystem über die Alpen ab. Bitte denken Sie daran, wenn ein „Brummi" sie am schnelleren Fahren in den Urlaub hindern sollte. Das gilt vor allem von und nach den Zeiten für Nachtfahrverbote auf der Inntalstrecke, in denen der künstlich aufgestaute Lkw-Verkehr Tagesspitzenwerte erreicht."