Können Sachbezüge angerechnet werden?

[101114-03]

Sachbezüge sind Einnahmen, die nicht in Geld bestehen (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge, private Kfz-Nutzung, Job-Ticket, Tankgutschein etc.). § 107 Abs. 2 GewO: "Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Sachbezüge als Teil des Arbeitsentgelts vereinbaren, wenn dies dem Interesse des Arbeitnehmers oder der Eigenart des Arbeitsverhältnisses entspricht. […] Der Wert der vereinbarten Sachbezüge oder die Anrechnung der überlassenen Waren auf das Arbeitsentgelt darf die Höhe des pfändbaren Teils des Arbeitsentgelts nicht übersteigen."

Beispiel: Bei einer durchschnittlichen monatlichen Arbeitszeit von 170 Stunden und einem Mindestbruttolohn von 8,50 € beträgt das monatliche Bruttoeinkommen 1.445,00 €. Das ergibt für einen Alleinstehenden ohne Unterhaltsverpflichtungen ein Nettoeinkommen von 1.061,25 €. Unter Berücksichtigung der Pfändungsfreigrenze sind pfändbar 10,47 €. Der Wert der vereinbarten Sachbezüge darf also 10,47 € nicht übersteigen. (Quelle: Berndt DStR 2014, 1878)

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