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BGL-Pressemeldung: Mautmehrbelastungen / Kraftstoffpreissenkungen

BGL rät: Mautmehrbelastungen nicht mit Kraftstoffpreissenkungen verrechnen!


Die nachfolgende Pressemitteilung hat der BGL heute publiziert:

BGL, Frankfurt am Main, 05.12.2008:

Angesichts der Marktgespräche, in denen einzelne Auftraggeber anstreben, die derzeitig günstige Entwicklung der Kraftstoffkosten mit den Mautmehrkosten zu verrechnen, rät der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. in Frankfurt am Main dringend von einer derartigen „Mischkalkulation“ ab. Mautmehrbelastungen, die je nach Schadstoffklasse mit 40% bis 90% ab 01. Januar 2009 zu Buche schlagen, gehören in jede reguläre Transportpreiskalkulation. Dagegen sind die sprunghaften Änderungen an den Kraftstoffmärkten in einer Preisgleitklausel zu verankern. Wenn die Kraftstoffkosten sinken, profitieren die Auftraggeber von einer Preisgleitklausel, so wie die Transportunternehmen den dringend notwendigen Ausgleich bei konjunktur- und weltmarktbedingten Kraftstoffpreissteigerungen erhalten. 

Da Energieträger allenfalls kurzfristig eine Pause bei der Preisentwicklung einlegen, wäre es töricht, jetzt auf die Wirkung einer Dieselpreisklausel zu verzichten, um damit Mautmehrkosten zu kompensieren. Faire Partner halten diese wichtigen Kostenkomponenten auseinander und ziehen sich nicht über den Tisch. Wer sich jetzt auf das „Spiel“ einlässt, sinkende Dieselpreise gegen Mautmehrkosten direkt aufzurechnen, begeht eine „Todsünde“ in der Kalkulations- wie auch in der Preisgestaltung. Spätestens beim nächsten Wirtschaftsaufschwung oder bei erneuter Verknappung der Ölproduktion dürfte sich dieser Fehler existenzbedrohend rächen.